Die Lagebesprechung zur Welt, ob beim G7 oder im Philosophengefäß des Denkens... Sloterdijk nennt diese Redeversuche als Gewächse am "Unbehagen des Offenen". So als stünden wir in unangenehmer, metaphysischer Zugluft. Wir haben ein Heim gebaut, aber die Welt nach draußen ist noch groß und so rauscht eine Angst durch uns hindurch. Wir fühlen es und nennen es Unbehagen, den "Überschuß des Unerklärlichen"...
Während wir also im Unbehagen heimisch sind, schöpft das Christentum schöpft aus dem "Brunnen der Vergangenheit" und kontert unsere Ängste mit größerer "Erzählmacht". Der Zug ohne Anfang und Ende rast dabei weiter auf dem vom Determinismus vorausgelegten Gleisbett. Staaten blühen und vergehen, Dialektik nährt und lässt vertrocknen...
Sagt, was ihr wollt der Stänker-Denker Sloterdijk, für mich der Existänzer
Beispiel der Verdichtung von Gegenwart - Europa in der Zange:
"Während also Europa zwischen einem eskalierenden Neoliberalismus, einem expansiven Russland, einem ausblutenden afrikanischen Kontinent hin- und hergeworfen wird, während amerikanische Serienformate die Fernsehunterhaltung zum dritten und vierten Mal umstürzen und neu aufstellen, während die digitalen Darstellungsformen nach finanzstarken Investoren geradezu dürsten, gibt die ARD ihr Geld immer noch in den achtziger Jahren aus. " http://www.zeit.de/kultur/film/2015-05/ard-gottschalk-honorar
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